Ein Gasthaus mit Herz – Prangendorf, Mecklenburg
In den 1970er Jahren übernahm Imme Rudolph (geb. Lohrmann) eine kleine Gaststätte neben dem Konsum von Siegbert Eggebrecht. Ihr Vorname verschmolz mit dem Wort „Krug" zum unvergesslichen Namen: Immen-Krug.
Als Tochter des Lehrers und SV-Mitbegründers Hans Lohrmann war Imme tief in der Geschichte Prangendorfs verwurzelt. In den 1980ern wuchs der Gasthof zur großen Gaststätte – mit Saal für Discos, Jugendweihen und Hochzeiten, die die ganze Region anzogen.
Auch während ihrer schweren Krebserkrankung blieb die Gaststätte geöffnet – vor allem Tochter Ramona und die Familie hielten den Betrieb aufrecht. Mit Immes Tod 1996 endete eine Ära. Doch der Immenkrug lebt in unseren Erinnerungen weiter.
Als Tochter des Lehrers Hans Lohrmann und Enkelin von Christian Lohrmann wächst sie in Prangendorf auf – tief verwurzelt in der Geschichte des Dorfes und des SV 26 Cammin.
Imme Rudolph (geb. Lohrmann) übernimmt die kleine Gaststätte neben dem Konsum von Siegbert Eggebrecht. Ihr Vorname verschmilzt mit „Krug" zum Markennamen: Immen-Krug. Ein kleiner Schankraum, aber mit großer Seele.
Massive Erweiterung zur großen Gaststätte. Der neue Saal wird Schauplatz für legendäre Disco-Nächte, die Jugendliche aus dem weiten Umkreis anziehen, sowie für Hochzeiten, Jugendweihen und die jährlichen Weihnachtsfeiern des Dorfes.
SV 26 Cammin empfängt den TSV Schlutup. Das Spiel endet 2:5 – doch die anschließende Party im Immenkrug gewinnen die Camminer laut Vereinschronik mit „6:0". Ein unvergesslicher Abend in der Geschichte des Birkenstadions und des Immenkrugs.
Die Auflösung der LPGs, Abwanderung und verändertes Freizeitverhalten verändern das Dorfleben. Doch Imme hält die Gaststätte offen – auch während ihrer schweren Krebserkrankung, als Tochter Ramona und die Familie den Betrieb tatkräftig am Laufen halten.
Mit dem Tod von Imme Rudolph endet die Geschichte des Immenkrugs endgültig. Nicht der Strukturwandel allein, sondern der Verlust dieser außergewöhnlichen Frau bedeutet das Ende. Das Dorf verliert seinen wichtigsten „Dritten Ort".
Die Nachkommenschaft gründet diese Erinnerungsseite – als Hommage an Imme Rudolph und die Familie Lohrmann, und als lebendiges Archiv für alle, die den Immenkrug in ihr Herz geschlossen haben.
Postbote in Cammin. Gründungsmitglied und erster Kassen- und Platzwart des SV 26 Cammin.
Lehrer in Prangendorf, Mitbegründer des SV 26. Schoss 1924 das historische Tor zum 0:1 gegen Tessin – Initialzündung für den Verein.
Sektionsleiter Fußball und aktiver Spieler beim SV 26 Cammin. Hielt die Familientradition in der Nachkriegszeit lebendig.
Zuvor Erzieherin in Cammin. Übernahm in den 1970ern die Gaststätte von Siegbert Eggebrecht – Vertrauensperson, Seelsorgerin und lebende Chronistin bis zu ihrem Tod 1996.
Unverzichtbare Hilfe im Haus – besonders in Stoßzeiten und während Immes schwerer Erkrankung.
Letzter Spieler der Lohrmann-Linie beim SV 26 (bis ca. 2006), danach SV Putbus. Gründete 2010 die Rügen Predators (Baseball), heute aktiv bei den Rostock Bucaneros.
Trägt den Vornamen Imme als Mittelname – in liebevoller Erinnerung an ihre Urgroßmutter Imme Rudolph und die Geschichte des Immenkrugs.
Der SV 26 Cammin (gegr. 1926, Farben: Schwarz-Weiß-Grün) war das inoffizielle Vereinslokal des Immenkrugs. Nach jedem Spiel im Birkenstadion begann die legendäre „Dritte Halbzeit" am Tresen – unvergesslich die Party nach dem ersten deutsch-deutschen Freundschaftsspiel gegen TSV Schlutup im Januar 1990: Spiel verloren 2:5, Party gewonnen 6:0.
Taufen, Konfirmationen, Jugendweihen, Hochzeiten und Trauerfeiern – der Immenkrug begleitete die Meilensteine ganzer Familien. Ein Großteil der Dorfbevölkerung verbindet persönliche Schlüsselmomente mit diesem Ort.
Der große Saal war in den 1980ern Schauplatz legendärer Disco-Nächte, die Jugendliche aus dem gesamten Umkreis anzogen. Kein anderer Ort in der Region bot diese Kombination aus Dorfgasthaus und Veranstaltungssaal.
Weder Zuhause noch Arbeitsplatz – der Immenkrug war der „Dritte Ort", der unabhängig von beruflicher Stellung oder Herkunft alle zusammenbrachte und den sozialen Kitt des Dorfes bildete.
Die wertvollsten Erinnerungen schlummern in verstaubten Fotoalben auf Dachböden und in den Köpfen der noch lebenden Weggefährten. Die Gaststätte ist seit fast drei Jahrzehnten geschlossen – dieses Kulturerbe muss jetzt gesichert werden.
Wir kommen gerne zu dir, scannen deine Fotos professionell ein und geben sie sofort unbeschädigt zurück – du musst nichts weggeben, nur kurz leihen.
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